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Zur Geschichte des Otto-Schott-Platzes

Die Ursprünge des Schottplatzes lassen sich zurückverfolgen bis ins Jahr 1925, als der Turnverein Glashütte hier ein Gelände mit Geräteschuppen zur sportlichen Betätigung erwarb.

Zur Vorbereitung der Bewirtschaftung erfolgte 1933 ein Wasseranschluß und 1934 der Kauf einer weiteren Fläche (64ha) für 5500,- RM vom Gastwirt Friedrich Holstein (Forsthaus) an die Zeiss-Stiftung.

Bis 1936 wurde ein Gemeinschaftshaus errichtet, die erste Schankgenehmigung ist vom 5. Mai 1936.

Während des Krieges entstand auf dem Forst hinter dem Schottplatz ein Kasernengelände, auf dem nach der Kapitulation 1945 die Russen einzogen. Damit verbunden war die Plünderung der Einrichtung (eine Art Reparation) und weitgehende Zerstörung des Gebäudes auch durch vandalierende Deutsche.

Anfang der 1950er Jahre erfolgte der Wiederaufbau, am 18. Sept. 1952 erhielt der Wirt Heinz Jacob aus Weimar vom Bürgermeister Kunst, Jena, die Schankerlaubnis und am 11.10.1952 fand durch Werkleiter Albert Heintz (AHz) die feierliche Wiedereröffnung des Gemeinschaftshauses statt. Nach Heinz Jacob übernimmt Max Morgner vom Waldschlößchen für viele Jahre die Bewirtschaftung. Später versuchten hier noch andere Wirte eine goldene Nase zu bekommen. In den siebziger Jahren gab es auch eine Busverbindung vom Stadtzentrum über den Remderodaer Grund. Die Anlage mit Kleinfeldfußball, Aschenbahn und verschiedenen Flächen für Hand- und Faustball war gepflegt, auch durch Zuwendungen aus dem VEB Jenaer Glaswerk Schott & Genossen. Nach der Zerschlagung des Sozialismus fiel das Gelände in private Hände und verwahrloste zusehends. Die gastronomische Versorgung erfolgt nur noch stochastisch, auf dem Fußballfeld vergnügten sich die Pferde und auf dem Handballfeld gab es Ponyreiten für Kinder.

Nachtrag 2009: Die Tiere sind nun auch nicht mehr da, das Gelände ist verschlossen und wartet auf den weiteren Verfall.

Nachtrag 2011: Große Ideen werden auf einen Banner angekündigt, sie Artikel aus der TLZ.

Nachtrag 2013: Auf dem Gelände des Schottplatzes wird stochastisch gearbeitet, leider werden nur alte Schuppen saniert, die eigentlich weggerissen werden sollten. Am massiven und einzig erhaltenswürdigen Hauptgebäude wird leider nicht gearbeitet.

Nachtrag 2019: Ein Luxuszaun wird errichtet, das Banner ist nun 8 Jahre alt

Aus der TLZ Jena vom 18.04.2011

Natur direkt erleben

Otto-Schott-Platz wieder als Wanderziel ins Auge fassen

Von Michael Groß

 Jena. Der Otto-Schott-Platz, hoch oben auf dem Jenaer Forst gelegen, könnte bald wieder ein beliebtes Wanderziel werden - sofern die Probleme der Eigentumsverhältnisse und des Umgangs mit der dortigen Deponie aus alten Schottproduktionszeiten geklärt werden.

Doch hier sei jetzt viel Bewegung drin, versicherten am Samstag Stadtförster Olaf Schubert und David Hirsch, Geschäftsführer der Überbetrieblichen Ausbildungsgesellschaft (UAG). Beide zeigten sich optimistisch, dass auf dem Schottplatz bald ein Natur-Erlebnis-Zentrum eingerichtet werden kann. Einen kleinen Vorgriff darauf wagten sie schon mal am Sonnabend mit einer Mit-Mach-Aktion. Vor allem Mitarbeiter der ÜAG waren dem Aufruf gefolgt und machten auf dem Schottplatz rein Schiff: Aufgeräumt wurde zum Beispiel im und um den alten Imbiss-Kiosk. Der wurde repariert und erhielt auch einen neuen Anstrich.

Ebenso wurde die gute alte Konzertmuschel, die mit ihrer Akustik noch voll nutzbar erscheint, auf Vordermann gebracht.

Weitere Unterstützung für diese Konzertbühne wurde auch vom Schott-Unternehmen angekündigt. Beräumt wurde auch der überdachte Biergarten, in dem über Jahrzehnte Müll abgelagert war. Hier kamen schon einige neue Holzbalken und Wandausbesserungen zum Einsatz. Ebenso wurde das Ehrenmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Schottianer wieder hergerichtet und frisch mit Blumen bepflanzt. Darüber hinaus errichteten die Helfer am Samstag eine Totholz-Installation, an der Besucher Einblicke in die Bedeutung von Mikro-Organismen für einen gesunden Wald gewinnen können.

Weitere Arbeiten seien inzwischen schon erfolgt, wie der Stadtförster berichtet. So sei man im Gebäude der einstigen Gaststätte aktiv gewesen und habe den Saal wieder nutzbar gemacht. Der Gesamtzustand des Schottplatzes sei auch gar nicht so schlecht, betont der Stadtförster - trotz der Verwahrlosungen vergangener Jahre. Später sollten hier noch ein Abenteuer-Spielplatz, ein Kletterwald, natürlich wieder eine gastronomische Einrichtung und sanitäre Anlagen entstehen.